Bewegungs- und Begegnungslandschaft

Psssst - es ist 8.00 Uhr. Es herrscht Stille im grossen Saal. 8.30 Uhr: Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner treten in die Pedale der zahlreichen Velos. Tagesziel: „Lugano“! 9.00 Uhr: Die Weggefährten toben lauthals herbei und erobern die Bewegungslandschaft (Gebirge, Alpen). Weder die Grossen noch die Kleinen suchen hier Ruhe, sondern das bewegte Abenteuer. Gemeinsam wird geklettert, balanciert, Bälle geworfen, Hindernisse überwunden, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Das GEMEINSAME wird bei uns GROSS geschrieben!

Auf dem „Weg nach Lugano“ gibt es ein Power-Picknick, um die nötige Energie und Ausdauer für die Reise aufzuwenden. Bestehend aus: Früchten der Saison, charaktervolles Mineralwasser je still, leise und laut. Für Hartgesottene gibt’s den Energie-Protein-Drink!

Nach der Stärkung geht es weiter. Denn müde sind wir noch lange nicht. Schliesslich bereisen wir jeden Tag neue Bewegungsinseln.

Nach fast zwei Stunden sind wir angekommen und beenden unsere heutige Reise mit einer Geschichte, die allen die verdiente Erholung versüsst.

Jetzt kommt der Teil, den wir alle nicht mögen: AUFRÄUMEN! Wir sammeln dafür nochmals alle Kräfte und verbrauchen die aufgetankte Energie. Alt und Jung machen sich nun auf zum Mittagessen.

Und wohin geht die Reise morgen?

So oder ähnlich gestalten sich die Vormittage bei uns im Haus. Warum wir so viel Zeit miteinander verbringen (wollen)? Die Menschen in unserem Haus haben mehr Berührungspunkte, als man denkt!

Der kleine Phillip lernt laufen. Wackelt nach rechts und nach links – plumps, schon sitzt er wieder! Auch Frau M. hat mit dem Gleichgewicht beim Laufen ihre Schwierigkeiten. Und damit es kein „Plumps“ gibt, haben wir die Kybunmatte (Anti-Sturz-Programm). Ein Trainingsgerät, welches hoch effektiv ist, für beide Trainingspartner. Unsere Wurfbude ist der Plausch für Alt und Jung. Noch fliegen alle Bälle kreuz und quer im Raum herum. Es gilt für beide Parteien die Objektkontrolle zu trainieren. Gleichzeitig werden Sprachkompetenz und kognitive Fähigkeiten in Bewegung gehalten. Unser Körper und unser Geist sollten ständig in Bewegung sein. Denn Bewegung bedingt Sprache, Sprache bedingt geistige Aktivität, geistige Aktivität bedingt Bewegung.

Zur Begleitung der intergenerativen Begegnungen sind beständig Fachpersonen aus beiden Bereichen Kita und Alterspflegeheim vertreten. Um Berührungspunkte harmonisch zu gestalten und auch generationsbedingten Missverständnissen (z.B. Küsschen geben) vorzubeugen, braucht es von beiden Seiten unterstützendes Fachpersonal.